Brief zum Jahreswechsel

Das Geheimnis der Weihnacht Aufstehen in der Nacht wie die Hirten Auf den Weg sich machen in Kälte und Dunkel Im Herzen einfältige Hoffnung Sich leiten lassen von seinem Stern den man erkannt hat und den keiner sonst sieht Den Weg zu Ende gehen wie die Könige nicht umkehren Zur Welt kommen Geboren werden Ingrid Haushofer

Liebe Gemeinde,
mit diesem Gedicht von Ingrid Haushofer grüße ich Sie sehr herzlich und hoffe, dass Sie die Weihnachtsfeiertageintensiv erleben konnten, wenngleich wohl sehr anders als sonst. Aber anders muss ja nicht schlecht sein. Und sicherlich gibt es sehr viel Unerwartetes, für das wir dankbar sein können. Unerwartete Anrufe und Briefe, Zeit für sich selbst und die innere Einkehr, neue Aspekte in der Beziehung zu Gott und zur Gemeinde, von denen wir vielleicht noch nicht ahnten, wie wichtig sie uns werden könnten.
Auch Sylvester wird still werden und nur im kleinsten Kreis zu feiern sein. Fast unmerklich geht damit dieses Jahr zu Ende.
Dass es Ihnen gelingt, innerlich und äußerlich aufzustehen, wie die Hirten, auch mitten in der Finsternis, dass Sie die Hoffnung bewahren und vertrauensvoll auf den Weg sehen, der vor Ihnen liegt und ihn weitergehen, in der Gewissheit, geführt zu werden. wünsche ich Ihnen von Herzen.
Das kommende Jahr steht unter der Jahreslosung aus dem Lukasevangelium:
„ Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist.“ Lk.6,36.
Ob es uns gelingen wird dieser sehr konkreten Ansage von Jesus Folge zu leisten? Wollen und können wir das: uns darin einüben, uns selbst und unseren Mitmenschen Fehler zu verzeihen? Mitfühlend und empathisch zu sein, selbst in Konflikten?
Ich bin gespannt, was wir unter diesem Motto im neuen Jahr über uns selbst und unsere Mitmenschen lernen werden. Klar ist: wir sind keine Engel und auch nicht perfekt. Auch auf diesem Weg wird unser Leben Stückwerk bleiben. Manchmal werden wir sehen, dass alles gut zusammenpass, unsere Vorhaben gut gelingen, wir mit uns und einander zufrieden sind. Aber manchmal wird alles auch eher ungeordnet sein, ohne, dass ein klares Bild entsteht. Da werden wir ins Hadern kommen, vielleicht auch enttäuscht sein, von uns selbst.
Doch auch im Blick darauf gilt es zu lernen, barmherzig zu werden und auf diesem Weg unbeirrt weiterzugehen.
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In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes neues Jahr!
Bis bald,
Ihre
Pastorin Isabel Frey-Ranck

PS:
Das Gemeindezentrum ist vom 24.12. – 4.1. geschlossen. Telefonisch können Sie P.Triebel und mich aber nach wie vor erreichen.
Wir sind auch auf diesem Wege gerne für Sie da.

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